Damit trockene Bohnen schneller gar werden, sollten sie vor dem Kochen ausreichend eingeweicht, mit genügend Wasser zubereitet und möglichst schonend gegart werden. Besonders das Einweichen über Nacht hilft den Bohnen, Wasser aufzunehmen und anschließend schneller weich zu werden. Auch die Verwendung eines Schnellkochtopfs kann die Garzeit deutlich verkürzen. Wie schnell die Bohnen weich werden, hängt allerdings von ihrer Sorte, Größe und Lagerdauer ab.
Ein häufiges Problem bei der Zubereitung trockener Bohnen besteht darin, dass sie trotz langer Kochzeit hart bleiben. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben. Neben einer unzureichenden Garzeit beeinflussen auch das Alter der Bohnen, die Wasserqualität und die verwendeten Zutaten das Ergebnis. Deshalb sollten sowohl die Vorbereitung als auch das eigentliche Kochen sorgfältig geplant werden.
Neben einer möglichst kurzen Kochzeit ist auch die Konsistenz wichtig. Die Bohnen sollen innen weich werden, aber ihre Form möglichst behalten. Werden sie über längere Zeit bei sehr hoher Hitze gekocht, können die Schalen aufplatzen, während manche Bohnen im Inneren noch fest sind. Unterschiedliche Korngrößen können ebenfalls zu einem ungleichmäßigen Garergebnis führen.
Auch die Wahl des Kochgeschirrs spielt eine Rolle. Im normalen Kochtopf benötigen Bohnen häufig mehr Zeit als im Schnellkochtopf. Allerdings müssen beim Schnellkochtopf die Angaben des Herstellers genau beachtet werden. Da Bohnen während des Kochens quellen und Schaum bilden können, dürfen die vorgeschriebenen Füllgrenzen nicht überschritten werden.
Wie viele Stunden sollten trockene Bohnen vor dem Kochen eingeweicht werden?
Trockene Bohnen werden gewöhnlich etwa 8 bis 12 Stunden in Wasser eingeweicht. Während dieser Zeit nehmen die Bohnen Flüssigkeit auf und vergrößern ihr Volumen. Dadurch können sie beim anschließenden Kochen schneller weich werden. Die genaue Einweichzeit hängt von der Sorte, der Größe und dem Alter der Bohnen ab. Kleine Bohnen nehmen unter Umständen schneller Wasser auf als große oder lange gelagerte Sorten.
Vor dem Einweichen sollten die Bohnen sorgfältig sortiert werden. Steinchen, Fremdkörper und beschädigte Bohnen müssen entfernt werden. Anschließend werden die Bohnen unter fließendem Wasser abgespült und in eine ausreichend große Schüssel gegeben. Da ihr Volumen während des Einweichens zunimmt, sollte genügend Platz vorhanden sein. Die Bohnen müssen vollständig mit Wasser bedeckt sein, wobei oberhalb der Bohnen ausreichend zusätzliche Flüssigkeit vorhanden sein sollte.
Bei längeren Einweichzeiten empfiehlt sich die Aufbewahrung im Kühlschrank. Besonders in warmen Küchen können sich bei stundenlangem Einweichen bei Raumtemperatur unerwünschte Mikroorganismen vermehren. Deshalb ist es sinnvoll, die Bohnen über Nacht abgedeckt im Kühlschrank einzuweichen. Anschließend wird das Einweichwasser abgegossen, und die Bohnen werden erneut abgespült. Zum Kochen sollte frisches Wasser verwendet werden.
Wenn keine Zeit zum Einweichen über Nacht vorhanden ist, kann die sogenannte Schnell-Einweichmethode eingesetzt werden. Dafür werden die gewaschenen Bohnen mit Wasser aufgekocht und nach kurzer Kochzeit vom Herd genommen. Anschließend bleiben sie ungefähr eine Stunde abgedeckt im heißen Wasser stehen. Danach wird das Wasser abgegossen, und die Bohnen werden mit frischem Wasser gekocht. Die Wirkung dieses Verfahrens kann je nach Bohnensorte unterschiedlich ausfallen.
Welche Ursachen haben lange Garzeiten bei trockenen Bohnen?
Eine der wichtigsten Ursachen für lange Garzeiten ist die Lagerdauer der Bohnen. Während der Lagerung können sich bestimmte Eigenschaften der Bohnen verändern, sodass sie beim Kochen schwerer weich werden. Besonders Bohnen, die lange unter warmen oder feuchten Bedingungen gelagert wurden, können eine festere Struktur entwickeln. Deshalb beeinflussen sowohl das Alter als auch die Lagerbedingungen die spätere Kochzeit.
Auch die Bohnensorte und die Größe der einzelnen Bohnen sind entscheidend. Große Bohnen benötigen unter Umständen länger als kleinere Sorten. Befinden sich unterschiedlich große Bohnen im selben Topf, können sie zu verschiedenen Zeitpunkten weich werden. Für ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis sollten daher Bohnen ähnlicher Größe gemeinsam gekocht werden.
Die Wasserqualität kann ebenfalls eine Rolle spielen. Wasser mit einem hohen Mineralgehalt kann das Weichwerden bestimmter Hülsenfrüchte verlangsamen. Insbesondere Calcium und Magnesium können mit Bestandteilen der Bohnenstruktur reagieren und den Garprozess beeinflussen. Wenn Bohnen trotz ausreichender Kochzeit regelmäßig fest bleiben, kann deshalb auch die Härte des verwendeten Wassers berücksichtigt werden.
Ein weiterer Faktor ist der Zeitpunkt, zu dem säurehaltige Zutaten hinzugefügt werden. Tomaten, Tomatenmark, Zitronensaft und Essig können die Erweichung der Bohnen unter bestimmten Bedingungen verlangsamen. Besonders bei Bohnen, die ohnehin schwer weich werden, ist es deshalb sinnvoll, solche Zutaten erst hinzuzufügen, wenn die Bohnen bereits weitgehend gar sind. Salz allein führt dagegen nicht zwangsläufig dazu, dass Bohnen hart bleiben.
Welche Methoden helfen dabei, trockene Bohnen schneller zu kochen?
Eine der einfachsten Methoden zur Verkürzung der Kochzeit ist das vorherige Einweichen. Dabei nehmen die Bohnen Wasser auf, wodurch sie beim späteren Garen schneller weich werden können. Nach dem Einweichen sollten sie abgegossen und mit frischem Wasser gekocht werden. Diese Vorgehensweise ist besonders bei der Zubereitung im normalen Kochtopf hilfreich.
Der Schnellkochtopf ist eine weitere Möglichkeit, die Garzeit zu reduzieren. Durch den erhöhten Druck steigt die Siedetemperatur des Wassers, wodurch die Bohnen schneller garen können. Allerdings müssen die besonderen Eigenschaften von Hülsenfrüchten berücksichtigt werden. Bohnen können schäumen und während des Garens an Volumen zunehmen. Deshalb sollten nur die vom Hersteller erlaubten Füllmengen und Garzeiten verwendet werden.
Bei der Zubereitung im normalen Topf sollten die Bohnen zunächst zum Kochen gebracht und anschließend bei gleichmäßiger, mäßiger Hitze gegart werden. Sehr starkes Kochen bedeutet nicht automatisch, dass die Bohnen schneller und besser weich werden. Eine dauerhaft heftige Bewegung des Wassers kann vielmehr dazu führen, dass die Schalen aufplatzen. Ein sanftes Köcheln unterstützt eine gleichmäßigere Konsistenz.
In manchen Küchen wird Natron eingesetzt, um Bohnen schneller weich werden zu lassen. Natron erhöht die Alkalität des Kochwassers und kann dadurch die Erweichung beschleunigen. Wird jedoch zu viel verwendet, können die Bohnen zerfallen und einen veränderten Geschmack entwickeln. Natron ist deshalb kein notwendiger Bestandteil der Zubereitung. Einweichen, geeignetes Wasser und die Wahl des richtigen Kochgeschirrs sind normalerweise leichter kontrollierbare Methoden.
Worauf sollte man achten, damit trockene Bohnen weich werden, ohne zu zerfallen?
Damit trockene Bohnen weich werden, ohne zu zerfallen, sollten möglichst gleich große Bohnen verwendet und die Garbedingungen sorgfältig kontrolliert werden. Nach dem Einweichen werden die Bohnen mit ausreichend Wasser gekocht. Während des Garens sollte möglichst wenig und nur vorsichtig gerührt werden. Besonders wenn die Bohnen bereits weich werden, können kräftige Bewegungen dazu führen, dass die Schalen aufplatzen oder sich die Körner teilen.
Auch die Wassermenge ist wichtig. Die Bohnen benötigen genügend Flüssigkeit, um gleichmäßig garen zu können. Verdampft während des Kochens zu viel Wasser, können einzelne Bohnen fest bleiben oder am Topfboden anhaften. Bei Bedarf kann vorsichtig heißes Wasser nachgefüllt werden. Die Flüssigkeitsmenge sollte jedoch zur jeweiligen Bohnensorte und zum Rezept passen, damit die fertige Speise nicht zu wässrig wird.
Ob die Bohnen vollständig gar sind, sollte nicht ausschließlich anhand ihrer Oberfläche beurteilt werden. Besser ist es, mehrere Bohnen zu entnehmen und zu überprüfen, ob auch ihr Inneres weich geworden ist. Sind die Bohnen außen weich, aber innen noch fest, benötigen sie weitere Garzeit. Werden bereits vollständig gegarte Bohnen dagegen unnötig lange gekocht, können sie ihre Form verlieren.
Bei Gerichten mit Tomatenmark oder Tomatensauce kann es sinnvoll sein, die Bohnen zunächst weitgehend weich zu kochen. Anschließend werden sie mit der vorbereiteten Sauce kombiniert und für eine begrenzte Zeit gemeinsam gegart. Auf diese Weise lässt sich die Konsistenz besser kontrollieren, ohne dass die Bohnen zu stark zerfallen. Nach dem Kochen kann das Gericht kurz ruhen, damit die Sauce etwas eindickt und sich die Aromen besser verbinden.






